Mit Werbung Geld verdienen

15. November 2009 von wiicoo

Immer häufiger stößt man auf Angebote, wie man durch Werbung Geld verdienen kann. Dies ist auf verschiedenen Wegen möglich. Persönlich kenne ich diese:
- Werbespots ansehen und sich stundenweise dafür bezahlen lassen.
- als verkappter Promoter Mundpropaganda im Freundeskreis für ein bestimmtes Produkt machen
- auf seiner Webside, Blog, usw. werben lassen
- sein Auto mit Werbefolie bekleben lassen.

Sicher gibt es noch mehr Möglichkeiten mit Werbung Geld zu verdienen.

Ich frage mich, was sind das für Menschen, die sich dafür bezahlen lassen für andere zu werben? Machen es solche Leute genau es richtig? Die Grundidee sich für Werbung bezahlen zu lassen, finde ich zwar gut, aber stünde uns dann nicht allen „Schmerzensgeld“ zu?
Ich möchte jedenfalls keine Werbung für andere auf meinem Auto machen. Mein Auto ist ein Auto und keine Litfaßsäule.

Gruß,

Wiicoo

Sponsoring statt Werbung

8. November 2009 von Julia

Was würde passieren, wenn alle Gelder, die in Deutschland normalerweise in Werbung investiert werden, für wohltätige Zwecke genutzt würden? Würde Deutschland dann seine 30 Milliarden Euro besser investiert haben? Dass in Deutschland dann generell weniger gekauft wird, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Wohl aber, dass viele Dinge, die sich normalerweise durch Werbung finanzieren, teurer werden würden. Vielleicht würde sich dadurch auch das Ansehen von Marken verändern. So, dass man anfangen würde Marken nach Spendengeldern zu bewerten. Wenn man das weiterdenkt, würde man sich (mal angenommen Volkswagen spendet viel mehr als Mercedes) immer einen Volkswagen kaufen. Denn wenn ich einen Volkswagen fahre, wissen alle, dass ich mich sozusagen sozial engagiere. Wenn ich aber einen Mercedes kaufen würde, würde man anders über mich denken :-)

"motivemag.com"

Was denkst du darüber?

Werbefreie Flächen

29. Oktober 2009 von Julia

Zum Glück gibt es natürlich immer noch werbefreie Flächen in der Stadt. Auch wenn die Städte sich mit zunehmender Werbung immer mehr zu gleichen scheinen, sind es doch zumindest die Straße und viele Hauswände, die nach wie vor werbefrei sind. Wenn man aber mal überlegt, welche Stellen noch nicht für Werbung genutzt wurden, muss man doch fest stellen, dass es sehr wenig gibt, was noch nicht, zumindest für eine Guerilla-Aktion, genutzt wurde.

"Gruppe Alternative Werbung"

"Gruppe Alternative Werbung"

"Gruppe Alternative Werbung"

"Gruppe Alternative Werbung"

Viel mehr Beispiele gibt es bei meiner Gruppe Alternative Werbung bei Flickr.
Mir persönlich fallen nur Mülleimer ein, bei denen ich mich nicht erinnern kann, dass ich dort schon mal Werbung gesehen habe. Abgesehen von Stickern natürlich. Aber sicher kenne nur ich es nicht :-)
Fällt dir etwas ein, wo noch nie geworben wurde?

Immer mehr Werbung

22. Oktober 2009 von Julia

Von Jahr zu Jahr gibt es immer mehr Werbung. Immer mehr Medien und Möglichkeiten werden genutzt, um die Menschen zum Kauf zu überreden. Doch das Gegenteil passiert. Durch die geballte Reizüberflutung wird nicht mehr, sondern immer weniger Werbung wahrgenommen. Produkte  ähneln sich zunehmend und die Werbung wird immer gleichförmiger. Schaut man die Summe der Werbeinvestitionen von 1949-2008 an, so stellt sich einem doch die Frage, wo wollen wir eigentlich noch hin? Wie viel Werbung wird es 2050 geben?

Umfrage

Aber vielleicht werden wir ja bis 2050 erkannt haben, das zu viel Werbung einfach nichts mehr bringt. Möglicherweise werden Unternehmen wieder stärker in direkte Kommunikation mit ihren Kunden treten, anstatt sie mit Werbung zu überhäufen.

Wie stellst du dir Werbung im Jahr 2050 vor?

Moralischer Mehrwert

16. Oktober 2009 von Julia

Wenn man mal darauf achtet, so lässt sich feststellen, das immer mehr Unternehmen sich sozial engagieren. Sei es für Afrika, den Regenwald, Krankheiten und besonders gern für Kinder. Im Fachjargon wird alles, was in den Bereich gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens fällt, mit dem Begriff “Corporate Social Responsibillity” beschrieben. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts MORI gaben 70% der Befragten an, dass für sie das soziale Engagement eines Unternehmens für die Kaufentscheidung eine wichtige Rolle spielt. 44% der Befragten sind dafür auch bereit einen höheren Preis zu zahlen.

Oftmals ist es für den Verbraucher jedoch sehr sehr schwierig zu überprüfen, wann es sich um ein echtes Engagement handelt und wann es nur dazu gebraucht wird, das Image “aufzupolieren”. Da es auch schon Fälle gab, wie z. B. Krombacher und Nike, die ihre Versprechen vor Gericht nicht belegen konnten, sind viele Menschen skeptisch geworden. Auf der sicheren Seite ist man als Verbraucher, wenn man sich an bekannten sozialen Verbänden orientiert. So z. B. UNICEF, die auch dieses Jahr wieder zusammen mit Pampers den Kampf gegen Tetanus bei Neugeborenen aufnehmen. 1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis. Die Aktion läuft schon seit 2006 und konnte bisher 200 Millionen Impfdosen finanzieren. Das Ziel ist es bis 2012 Tetanus bei Neugeborenen weltweit zu besiegen. An der Aktion 2009, die bis Ende des Jahres läuft beteiligen sich auch Ariel, Oral-B, Lenor und Blend-a-med.

Allerdings bleibt meines Erachtens ein bitterer Nachgeschmack. Eine kleine Packung Pampers für die Aktion kostet um die 7 Euro. Davon werden 0,053 Euro an UNICEF weitergeleitet. Immerhin etwas, aber dennoch in der Relation ziemlich wenig. Wenn man zudem bedenkt, was die gesamte Werbung für diese Aktion gekostet hat …

Aber vielleicht sollte man nicht so kritisch sein und sich freuen, dass jemand etwas spendet, auch wenn es nur 0,053 Euro sind.

Was denkst Du? Ehrliches Engagement oder Markenimagepoliererei?

Haltestellen-Sponsoring

6. Oktober 2009 von Julia

Es ist schon erstaunlich wie schnell sich Werbung in unser alltägliches Leben schleicht. Das an Bus- oder Bahnhaltestellen mit Citylights geworben wird, ist schon fast normal. Wenn man mal darauf achtet, sieht man kaum ein Wartehäuschen ohne. Auch das Bekleben von Bussen und Bahnen ist schon nicht mehr auffällig. Die wenigsten können sagen, welche Werbung auf dem Bus klebt in den sie gerade eingestiegen sind. Anders ist es jedoch bei Haltestellen. Wer täglich die gleiche Strecke fährt, kann die Namen der Haltestellen in der Regel auswendig. Egal was man während der Fahrt macht, die Haltestellen-Namen nimmt man dann doch irgendwie wahr. Als ich nach Mainz gezogen bin, habe ich mich gewundert, dass es hier so viele Haltestellen-Namen gibt, mit dem Zusatz eines Namens von einem nahe liegenden Geschäft oder Unternehmen. Auf der Karte bekommt man davon einen Eindruck.

Karte_Mainz

Eine Haltestelle umzubenennen ist mit einem großen Aufwand verbunden, da ja nicht nur an der Haltestelle selbst, sondern auch in allen Fahrplänen der Name geändert werden muss. Ein Unternehmen, was eine Haltestelle sponsern will, muss schon sehr viel Geld investieren, damit die Namensänderung auf der einen Seite überhaupt umgesetzt werden kann und dem Verkehrsverbund auf der anderen Seite auch einen Nutzen bringt. Außerdem muss ein Unternehmen noch bestimmte Punkte erfüllen bevor so etwas genehmigt wird. Dazu gehört unter anderem dass der Name bekannt sein muss, damit er einen Orientierungspunkt für die Fahrgäste aufweist. Außerdem dürfen keine bedeutenderen Gebäude in der Nähe sein, denen der Name eher zustände und es muss abzusehen sein, dass das Unternehmen noch viele Jahre weiter bestehen wird.

Eine andere Möglichkeit ist auch das Sponsern einer Nachtbuslinie, wie es in Bonn der Fall ist. Einzelne Nachtbuslinien werden von Sponsoren finanziert und als Gegenleistung so benannt. So gibt es dort z. B. die “Sparkassen-Linie”.

Mich persönlich stört das Haltestellen-Sponsoring sehr, weil man sich ihm nicht entziehen kann. Wenn ich zur Arbeit fahre, höre ich jedes Mal: “Schillerplatz/ Juwelier Willenberg”. Wo sich dieser Laden genau befindet, weiß ich nicht, denn er ist mir noch nie aufgefallen. Sollte ich mal einen Juwelier brauchen, werde ich jedoch bestimmt nicht zu dem gehen, weil mir der Name allein schon tierisch auf die Nerven geht. Aber sicher sind da andere Fahrgäste wesentlich entspannter. Die Nachtbuslinien finde ich nicht so schlimm, weil mir der Name “Sparkassen-Linie” ja nicht ständig gesagt wird, wenn ich den Nachtbus nutze.

Was denkst du? Cleveres Sponsoring oder nur nervige Werbung?

Markennamen im täglichen Gebrauch

25. September 2009 von Julia

Es ist schon komisch, dass wir manche Markennamen häufiger gebrauchen als die eigentliche Produktbezeichnung. So werde ich z. B. immer komisch angeschaut, wenn ich das Wort Lippenpomade verwende. Meist werde ich dann darüber aufgeklärt, dass das Labello heißt.

Werden wir bald beginnen das Wort für bestimmte Produkte zu vergessen und nur noch Markennamen verwenden?

Hier eine kleine Produktsammlung, bei denen ich das Gefühl habe, dass es schon fast so weit ist.

Taschentucher

= Tempo

küchenrolle

= Zewa

preissuchmaschine

"preissuchmaschine"

= Pampers

Tampons

= Ob

Welt online

"Welt online"

= Edding

Tesafilm

= Tesa-Film

Pritt

= Pritt-Stift

Flip_flops

= FlipFlop

rucksackshop

"rucksackshop"

= Zippo

Labello

= Labello

Formulare-Shop

"Formulare-Shop"

= Tipp-Ex

maxximer

"maxximer"

= Autan

Geschockt musste ich bei der Suche nach Bildern für diese Aufzählung feststellen, dass ich nicht wusste, wie das Produkt „Tipp-Ex“ wirklich heißt. Für alle, die es auch nicht wissen: Korrektur-Fluid

Über mehr Beispiele würde ich mich freuen.

Alles nur geklaut?

21. September 2009 von Julia

Wenn man sich anschaut, in welcher Weise Streetart-Künstler den öffentlichen Raum verändern, stellt man gewisse Ähnlichkeiten zu Guerilla-Marketing und Ambient- Media fest. Natürlich hat sich die Kunst und die Werbung durch das Kopieren auch weiterentwickelt und neue Stile und Techniken sind entstanden.

Inwieweit man jedoch Arbeiten, die kopiert wurden, noch als geniale Einfälle oder kreative Umsetzung bewerten kann, ist dabei fraglich.

Ein paar Beispiele dazu.

rebel:art

"rebel:art"

rebel:art

rebel:art

just.blogsport.de
“just.blogsport.de”
  • kskue.educanet2.ch
  • “kskue.educanet2.ch”
  • www.sweden.se

    "www.sweden.se"

    guardian.co.uk

    "guardian.co.uk"

    Charlie Gower

    "Charlie Gower"

    "phase-5"

    "phase-5"

    WDR.de

    "WDR.de"

    “Die Werbung klaut gerne von der Straße – und muss dabei nicht mit der geringsten Strafe rechnen. Was als Gegenbewegung zur Bilderflut der Werbung begann, wird nun von ihr annektiert.“ Crisse Küttler

    Pop-Down Projekt

    15. September 2009 von Julia

    Pop-Down war ein Streetart-Projekt in Frankreich, bei welchem die Künstler auf den Missstand der nervenden Pop-Ups aufmerksam machten. Mit Aufklebern in Form von roten „schließen“-Kreuzen, wurden Plakatwände als unerwünschte Pop-Ups markiert.

    F!L___

    F!L___

    Finde dieses Projekt echt gut! Mehr Bilder zu dem Projekt gibt es hier.

    Bewertungen bei Google

    12. September 2009 von Julia

    Schon lange regiert am Markt der Kunde. Wo er kauft, was er kauft und wie oft er dort kauft, entscheidet ganz allein er. Aufgrund des großen Angebots ist er nicht gezwungen einen bestimmten Anbieter zu wählen sondern kann sich das günstigste Angebot oder den besten Service selbst aussuchen. Dies gelingt natürlich nirgendwo so schnell wie im Internet. Vor dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung wird online recherchiert. Was meinen andere dazu? Lohnt sich dieser Kauf? Wer hat es sonst schon gekauft? Hat er gute Erfahrungen damit gemacht oder nicht? Auf die verschiedenste Weise kann man im Internet seine Meinung über etwas kundtun und anderen etwas empfehlen oder davon abraten. Dazu muss man noch nicht einmal aktiv nach Meinungen und Tests suchen. Mir z.B. begegnen beim Suchen eines Arztes, Restaurants, Geschäfts oder Unternehmens in Google meist die ersten Bewertungen – das geht sicherlich vielen so. Wenn ich keine Ahnung habe wo man z. B. in Berlin ein Fahrrad kauft, würde ich folgendes „googeln“: Fahrrad Berlin.

    Suche Berlin

    Aufgrund der Bewertungen habe ich schon mal einen Eindruck, wie gut die Geschäfte von anderen gefunden wurden. So würde ich wahrscheinlich eher zu diesem Fahrradladen gehen, als zu jenem.

    Es wundert mich ehrlich gesagt ein bisschen, dass die Geschäfte, Ärzte und Unternehmen sich nicht um die Bewertung bei Google kümmern. Schlechte Bewertungen kann man doch nicht so stehen lassen. Aber wie so oft wissen die meisten gar nicht, was über sie im Internet geschrieben wird.

    Ob diese Bewertungen bei Google immer mehr werden und wir bald mit Hilfe von Bewertungen entscheiden auf welche Seite wir überhaupt klicken, bleibt abzuwarten. Generell fände ich es gut, allerdings bietet es natürlich viel Möglichkeit an Manipulation.

    Was meinst du?